Bauhaus Museum 1

Bauhaus Museum Dessau

Konzept und Städtebau

Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen Bauhaus Museums in Dessau ist die Collage aus Elementen, Motiven, Formen und Materialien der in Dessau zu sehenden Bauhaus-Architektur. Aus diesen collagierten Elementen entsteht ein Raumgebilde, das ein Gelenk zwischen Stadt und Park bildet. Es ergänzt die vorhandene Architektur am Rand des Stadtparks in den Blickachsen von Rathaus, St. Johannis-Kirche und Antoinettenstraße. In den Volumen befinden sich die Funktionen des Museums, dazwischen entsteht durch tiefe Einschnitte, Unterschnitte und Atrien ein lichtdurchfluteter Zwischenraum für das Foyer und die Haupterschließungsbereiche des Museums. Im heterogenen städtebaulichen Kontext zwischen den übriggebliebenen historischen Bauten einerseits und der Architektur der Bauten der Nachkriegsmoderne andererseits definiert es einen neuen einprägsamen Ort in Dessau.

Das Museum

Der Haupteingang liegt in der Sichtachse der Rathausgasse an der Kavalierstrasse. Durch die Setzung des Museums mit seinem Haupteingang an diese ehemalige Prachtstraße Dessaus wird der historische Bezug zu der ehemals hier vorhandenen Bebauung aufgenommen. An der Straßenecke Friedrichstraße und Kavaliersstraße entsteht ein städtischer Platz als Vorplatz des Museums. Hier ist eine Sammlung von freistehenden Skulpturen im Außenraum möglich. Der über Eck angeordnete Haupteingang an der Kavalierstrasse sowie der Eingang zu den auch unabhängig vom Museum zugänglichen Nutzungen wie Café, Versammlungsraum und Workshopbereich sind von hier aus zugänglich. Zum Park hin öffnet sich das Museum mit einem Café mit Gartenterrasse und einer Freitreppe. Hier ist auch der Museumsgarten mit Veranstaltungsfläche vorgesehen.

Außenanlagen

Das Museum steht als neuer markanter Baukörper im Stadtpark auf der Geländehöhe des Parks. Der allseitig umlaufende Platzbelag betont das Gebäude und verbindet es mit dem Park. Der Vorplatz an der Ecke Friedrichstraße / Kavalierstraße setzt einen besonderen Akzent im Stadtraum. Dieser Eingangsbereich wird durch ein Wasserbecken, ein Holzdeck, Sitzelemente und den vorhandenen lockeren Baumbestand betont. Diese Elemente schaffen gleichzeitig den Übergang zum Außenbereich des Cafés. Der daran anschließende Museumsgarten setzt vegetative Akzente und steht mit einer Bühne für Veranstaltungen und Aktionen im Freien im Freien zur Verfügung. Auf der Ostseite weitet sich der der Platzbelag in eine Außenfläche für Workshops auf.

Auslober
Stiftung Bauhaus Dessau, Stadt Dessau-Roßlau
Wettbewerbsart
Offener Wettbewerb, Zweiphasig nach RPW
Bearbeitungszeit
2015
Würdigung
Anerkennung
In Zusammenarbeit
Steiner Weißenberger Architekten, Berlin