Gedenkort Rummelsburg 1

Gedenkort Rummelsburg Berlin Lichtenberg

Der Opfer von Haft und Verwahrung gedenken

Mehr als 100 Jahre Geschichte von Haft und Verwahrung prägen den historischen Gedenkort Rummelsburg. In den 1870er Jahren als größtes deutsches Arbeitshaus zur Verwahrung sozialer Randgruppen errichtet, hielt es in der NS-Zeit als Sammelanstalt für „Asoziale“ und in der DDR als zentrale „Strafvollzugseinrichtung“ in Ost-Berlin her.

Das Bezirksamt Lichtenberg lobte 2014 einen Wettbewerb aus, um einen Informations- und Gedenkort zu Ehren der Opfer der verschiedenen Zeitabschnitte zu schaffen.

Kombination aus verschiedenen Materialien

Eine fünf Meter hohe Gedenk- und Informationsskulptur soll versöhnen und informieren. Sie besteht aus drei, rückseitig mit Infotafeln versehenen Stelen aus verschiedenen Materialien: Corten-Stahl erinnert an die Zeit des Arbeitshauses, polierter Stahl an die NS-Zeit und grau gepulverter Stahl an die DDR.

Auf Freiflächen zwischen Hauptstraße und Spreeufer befinden sich vier Skulpturen aus Stahlblech, die über Personen und geschichtliche Ereignisse berichten. Weitere Tafeln machen ehemalige Anstaltsgebäude kenntlich. Der Entwurf wurde zusammen mit der Designerin Helga Lieser und dem Künstler Peter Francis Lewis entwickelt.

Bauherr
Bezirksamt Lichtenberg, Straßen- und Grünflächenamt
Leistung
Objektplanung, Lph. 2 - 8 HOA, Nichtoffener Gestaltungswettbewerb mit Helga Lieser und Peter Francis Lewis
Leistungszeit
2014
Bausumme
80.000 Euro